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Der Exzellenzkurs

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Zwischen Familie und Praxis

Sigrid Mundt erläutert dem Exzellenzkurs ihr Leben als Landärztin in der Eifel
Zwischen Familie und Praxis

Die Teilnehmer des Exzellenzkurses interviewten die Allgemeinmedizinerin Sigrid Mundt. Die Leiterin einer Hausarztpraxis in Neuerburg beantwortete unter anderem Fragen zum neuen Gesundheitszentrum und wie sie auch dieses Projekt mit ihrem Familienleben vereinbart.

Sigrid Mundt bringt eine 55-stündige Arbeitswoche als Allgemeinmedizinerin und ihr Familienleben unter einen Hut: „Auf dem Land ist es möglich, Mutter und Ärztin zu sein“, sagt Mundt, die eine Praxis in Neuerburg leitet. Die Familie bietet ihr zu ihrem stressigen Alltag einen guten Ausgleich.

Ihren Wunsch, Psychiaterin zu werden, gab sie nach einen Praktikum in der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf und begann ein Medizinstudium in der Fachrichtung Chirurgie. Aufgrund familiärer Pläne wechselte sie die Fachrichtung und wurde Allgemeinmedizinerin. Die Arbeit ermöglicht ihr einen persönlicheren Umgang mit ihren Patienten. Durch ihre Hausbesuche und langjährigen Beziehungen zu den Patienten fühlt sie sich selbst als kleiner Teil der Familien und nimmt dadurch manchmal die Rolle einer Psychologin ein. Am Gesundheitssystem stört sie am meisten, dass Privat- und Kassenpatienten unterschiedlich behandelt werden. Aufgrund einer fehlenden fachärztlichen Diagnose, weil der Patient keinen Termin bekam, muss sie Menschen für längere Zeit krankschreiben als eigentlich nötig.

Durch ihre Ausbildung kam Mundt in die Eifel – und auch ihre Zukunft sieht sie hier, da sie Teil des neuen Gesundheitszentrums in Neuerburg ist. In diesem können zum Beispiel Teilzeitkräfte und Fachkräfte, die kürzertreten wollen, ihrer Arbeit weiter nachgehen. Sie leitet dort eine chirurgische Praxis und ist für die medizinische Betreuung von Kurzzeitpatienten zuständig, zudem war Mundt am Aufbau einer Wohnpflegegemeinschaft für Patienten, die intensiv medizinisch versorgt werden müssen, beteiligt. Mundt hofft, dass künftig auch eine Pflegestation für an Demenz erkrankte Menschen in Neuerburg hinzukommt.

Dieses Zentrum soll den Einzugsbereich des ehemaligen Krankenhauses Neuerburg abdecken und die Ärzte entlasten. So kann Mundt die Balance zwischen ihrer Berufung als Ärztin und ihrem Familienleben halten.

Mariana Junk, Franziska Dubois, Ulla Schneck, Marlee Mantey, Robin Burger, Celina Phillips, Caroline Arnoldy, Stefan Maiers

Bodenständig und mit einem Herz für Stahl

SPEICHER. Jungunternehmer Alexander Seitz präsentiert dem Exzellenzkurs seine Begeisterung für seinen Beruf.
Bodenständig und mit einem Herz für Stahl

Immer mehr junge Menschen möchten studieren und Karriere machen. Das macht es, gerade in der Eifel, Handwerksbetrieben schwer, Auszubildende zu finden. Dieses Problem spricht Alexander Seitz im Interview mit Exzellenzkurs-Teilnehmern an.

Alexander Seitz ist für das Controlling und den Vertrieb in der Firma Seitz Industriebau GmbH & Co.KG in Speicher zuständig. Das Unternehmen mit 70 Mitarbeitern ist in den Bereichen Stahlbau, Hallenbau, schlüsselfertiges Bauen, Renovierungen und Blechbearbeitung tätig. Diese vielfältigen Arbeitsbereiche und die internationale Kooperation zeichnen den Betrieb aus. Dadurch erfährt Juniorchef Alexander Seitz Freude und Inspiration an seinem Beruf. „Jeden Tag erlebe ich etwas Neues und Anderes.“

Auf die Frage, ob er schon immer im Familienbetrieb arbeiten wollte, antwortete er mit einem entschlossenen „Ja“. Durch die Unterstützung seiner Eltern konnte er sich selbst und seine Träume verwirklichen: „Und zudem habe ich Eltern, die sehr innovativ sind.“

Obwohl die Arbeit mit seiner Familie viele Herausforderungen mit sich bringt, trägt die gute Beziehung zu einem gesunden Arbeitsverhältnis bei. Nach Meinung von Seitz ist das Ziel der Firma, „dass alle Kunden zufrieden sind“. Von den 70 Mitarbeitern sind sieben Auszubildende. Jährlich sucht die Firma drei neue Azubis, doch von Jahr zu Jahr wird dies schwieriger, da viele Metallindustriefirmen in der Region angesiedelt sind. Im Vergleich dazu gibt es zu wenige Auszubildende.

Seinen Beruf übt Seitz nicht nur aus, er lebt ihn. „Ich sehe meinen Job nicht als Pflicht, ich mache das gerne, das macht mir Spaß.“ Neben seiner Arbeit findet Alexander Seitz seinen mentalen Ausgleich, durch seine Liebe zu Musik und seine sportliche Aktivität.

In seiner Schullaufbahn haben ihn Sozialkunde und Deutsch auf seinen heutigen Beruf und sein Leben vorbereitet, insbesondere seine Deutschlehrerin, Marlen Meyer. Seitz selbst war auch Teilnehmer am Exzellenzkurs und hat dort viele gesellschaftliche Erfahrungen für das Leben sammeln können. „Ich bin jetzt seit sechs Jahren aus der Schule raus, da denkt man schon öfters an den Exzellenzkurs zurück“, erinnert er sich.

Lena Kurze, Marie Berrens, Milena Kobert, Sandra Nasif, Jana Margaryan, Elisa Metzen, Marielena Ehlenz und Giona Reuter (alle St.-Willibrord-Gymnasium Bitburg)

„Ich kann nur Kultur!“

DUDELDORF. Wie die Burgherrin von Dudeldorf die Trierer Tufa wieder auf Vordermann brachte.
„Ich kann nur Kultur!“

Teneka Beckers ist die Geschäftsführerin der Trierer Tuchfabrik (Tufa) und wohnt mit ihrer Familie auf der Burg Dudeldorf nahe Bitburg. Die Exzellenzkursteilnehmer interviewten die Kulturmanagerin und hatten die Möglichkeit, mehr über ihre facettenreiche Arbeit zu erfahren.

Für Teneka Beckers war Kultur schon immer sehr wichtig. Bereits in ihrer Schulzeit wurde sie durch ihr Umfeld kulturell geprägt. Daher war ihr früh klar, dass sie sich auch beruflich in diese Richtung orientieren wollte. Sie studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaften in Köln und lebte anschließend für einige Jahre in Berlin. Im Jahr 2001 wurden Beckers und ihr Mann durch eine Zeitungsanzeige auf die Burg Dudeldorf aufmerksam. Sie entschieden sich, aus der Hauptstadt in die Eifel zu ziehen und dort ihren Traum „Kultur aufs Land zu bringen“ zu verwirklichen. Neben zahlreichen kulturellen Veranstaltungen findet im Garten der Burg alljährlich das beliebte Trecker-Kino statt.

Seit 2007 leitet Beckers das Kulturzentrum Tuchfabrik (Tufa) in Trier. Trotz einer schwierigen Ausgangslage ließ sie sich nicht entmutigen, denn „man wächst mit seinen Herausforderungen“. Diese meisterte Beckers gemeinsam mit ihrem Team mit Erfolg und belebte so die Tufa wieder, die heute als klassisches Theater und kulturelles Veranstaltungshaus bekannt ist. Beckers: „Aber die Tufa ist viel mehr als das.“ Mit viel Herzblut begeistert sie Menschen für Kultur, besonders die Jugend ist ihr sehr wichtig. Mit Jugendtheater, Tanzkursen und vielem mehr will sie die Jugendlichen erreichen: „Wer Kultur macht, interessiert sich auch für anderes.“

Beckers zeigt mit ihrer Arbeit, dass auch ohne gemeinsame Sprache Kommunikation möglich ist. So nahm sie die Flüchtlingswelle als Anlass, integrative Projekte ins Leben zu rufen. Die erfolgreiche Arbeitsgemeinschaft „Kunst-Asyl“ bietet Immigranten die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich in der Bildenden Kunst zu entfalten. Beckers erklärt: „Wir wollen Plattformen bieten, damit Menschen in unserem Haus tätig werden können.“

Sie betreut nicht nur die Künstler und besucht diverse Veranstaltungen, sondern verbringt einen Großteil ihrer Zeit mit klassischen Büro- und Verwaltungsarbeiten. Für Beckers war es nicht immer ganz einfach, Beruf und Familie zu kombinieren, weil sie sich außerdem noch im Gemeinderat Dudeldorf und verschiedenen Vereinen engagiert. Trotz aller Herausforderungen beantwortet sie die Frage, ob sie ihr Leben aus heutiger Sicht anders gestalten würde, wenn sie nochmals die Wahl hätte, mit einem klaren Nein. Beckers ist froh, dass sie sich für diesen Weg entschieden hat, denn sie sagt selbst: „Ich kann nur Kultur.“

Elena Bretz, Pauline Feldges, Laurin Meiers, Susanne Mertes, Anne Schneider, Raphaela Stettner (Oberstufenschüler des St.-Willibrord-Gymnasiums Bitburg), Christian Hoor (Dualer Student der Volksbank Eifel eG)

Zwei textlastige und sonnige Tage

Journalistische Einblicke für den Exzellenzkurs: Teilnehmer absolvieren professionelle Schreibwerkstatt als zweiten Abschnitt der traditionellen Veranstaltungsreihe in der Eifel.
Zwei textlastige und sonnige Tage

Exzellenzkurs 2018/2019

An einem sonnigen Herbst-Freitag versammelten sich um 13.30 Uhr 28 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrerinnen des Bitburger St.-Willibrord-Gymnasiums, drei Auszubildende und eine Mitarbeiterin der Volksbank, und ein Journalist des Trierischen Volksfreundes in der Volksbank in Bitburg.

Nach dem Eifel-Literatur-Festival im Haus Beda war die Schreibwerkstatt die zweite Veranstaltung des diesjährigen Exzellenzkurses, der gemeinsam von der Volksbank Eifel eG und dem St.-Willibrord-Gymnasium Bitburg organisiert wird (siehe Extra). Die Teilnehmer hatten viel Freude am zweitägigen Workshop. Liana Rudi (16) sagt, warum sie an der Veranstaltungsreihe mitmacht: ,,Ich nehme am Exzellenzkurs teil, um meinen Horizont zu erweitern und um mich auch außerhalb der Schule auf meine berufliche Zukunft vorzubereiten.“

Die Leitung der Schreibwerkstatt hatte Björn Pazen, freier Journalist und Mitarbeiter des Trierischen Volksfreunds. Unterstützung bekam er von Carina Kesse, Margret Beyer-Bretz und Sarah Pauls-Schuh, Lehrerinnen des St.-Willibrord-Gymnasiums sowie Anne Peters, Mitarbeiterin der Volksbank Eifel und Projektleiterin des Exzellenzkurses. An zwei Tagen erhielten die Teilnehmer Einblicke ins journalistische Arbeiten. Im Fokus standen die Interviews mit Persönlichkeiten aus der Region. Interviewpartner waren Teneka Beckers, Geschäftsführerin der Tuchfabrik Trier, Alexander Seitz, Juniorchef der Firma Seitz Industriebau, und Sigrid Mundt, Allgemeinmedizinerin aus Neuerburg.

Die Redaktionsarbeit begann mit der Einteilung in vier Gruppen, drei Interviewgruppen und einer Gruppe für die allgemeine Berichterstattung. Der erste Tag endete mit der Fertigstellung der Interviewfragen.

Der zunächst neblige Samstagmorgen mündete in einen sonnigen Tag und begann mit der Vorbereitungsphase und schließlich den Interviews. Beckers sprach über Kulturmanagement, Seitz über Familienunternehmen und Mundt über das Leben einer Landärztin in der Eifel. Seitz, ein ehemaliger Exzellenzkurs-Teilnehmer, äußerte sich sehr positiv über die Reihe: „Ich sehe den Exzellenzkurs als sehr förderlich für die Zukunft. Die Themen, die man da durchläuft, sind nützlich fürs Leben, ich habe den Exzellenzkurs immer im Hinterkopf; und es ist auf jeden Fall eine sehr gute Veranstaltung.“ Teneka Beckers gab ebenfalls eine positive Rückmeldung: „Ich fand das echt sehr gut. Die Interviewer waren gut vorbereitet, und ich hatte auch den Eindruck, es ist wirklich Interesse da.“

Nach der Mittagspause bearbeiteten die Teilnehmer des Exzellenzkurses ihre Notizen und verarbeiteten diese zu Zeitungsartikeln. Die Ergebnisse, die auch auf dieser Seitre zu lesen sind, wurden im Anschluss den Eltern präsentiert.

Das ist der Exzellenzkurs

Der Exzellenzkurs wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen. Er ist ein von der Volksbank Eifel eG gefördertes Gemeinschaftsprojekt mit den Gymnasien in Bitburg, Neuerburg und Biesdorf. Erstellt wurde das Konzept von Marlen Meyer, einer ehemaligen Lehrerin und Berufskoordinatorin des St.-Willibrord-Gymnasiums. In der Veranstaltungsreihe, die auf den drei Säulen Business, Kultur und Lifestyle basiert, können sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 und 12 sowie angehende Bankkaufleute des ersten Ausbildungsjahres der Volksbank in einem einjährigen Programm auf das Berufsleben vorbereiten. Abgesehen von der Berufsorientierung spielt auch der regionale Aspekt eine große Rolle. Ein Beispiel dafür sind die Interviews mit Persönlichkeiten aus der Region, die im Mittelpunkt der Schreibwerkstatt (in Zusammenarbeit mit dem Trierischen Volksfreund) stehen. Neben der Schreibwerkstatt gibt es weitere Veranstaltungen wie das Business-Dinner und den Präsentations-Workshop.

Anna-Lena Wirz (Auszubildende der Volksbank Eifel eG) und Vanessa Hartmann (Schülerin des St.-Willibrord-Gymnasiums Bitburg)

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