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Stefan Hippler zu Besuch in Bitburg

Wie auch in den vergangenen Jahren, besuchte uns kürzlich Pfarrer Stefan Hippler aus Südafrika anlässlich des St.-Willibrord-Tages.

Die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe unserer Schule sowie ihre betreuenden Lehrerinnen und Lehrer waren ins Haus der Jugend eingeladen, um nach einer von Frau Herudey, Frau Mähler-Goubelmann und Pfarrer Hippler gestalteten Andacht den Ausführungen Stefan Hipplers zu seiner Arbeit in Südafrika und seinem Hilfsprojekt HOPE Cape Town zuzuhören.

 

Pfarrer Hippler berichtete den gebannt zuhörenden Schülerinnen und Schülern von Blikkiesdorp (Afrikaans für „Blechdosendorf“), einem Teil des Townships Delft, welches sich ca. 50 km vom Stadtzentrum Kapstadts befindet. Dort leben ca. 20.000 Menschen in 1800 Wellblechhütten, welche nur 3x6m groß sind und über keine eigenen sanitären Einrichtungen verfügen. Das Leben in Blikkiesdorp ist gekennzeichnet von hoher Arbeitslosigkeit, Gewalt, Drogen- und Alkoholmissbrauch und AIDS. Nur ein Drittel der Kinder wachsen in Familien mit beiden Elternteilen auf, die meisten Mütter sind alleinerziehend, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Fast alle Familien sind auf soziale Unterstützung angewiesen. Ein großes Problem ist auch, dass die Bewohner innerhalb der nächsten 3 Jahre alle umgesiedelt werden müssen, da der in der Nähe befindliche Kapstadter Flughafen erweitert werden soll und Blikkiesdorp diesem somit weichen muss. Diese Nachricht hat bei der Bevölkerung eine große Verunsicherung ausgelöst, die ebenfalls mit erhöhter Kriminalität einhergeht.

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HOPE Cape Town versucht durch verschiedenste Projekte den Einwohnern von Blikkiesdorp Ideen zu vermitteln, wie man sich ein eigenes Einkommen kreieren kann. Es werden Garten- und Ernährungskurse angeboten, Computerkurse, Handarbeitskurse, einmal in der Woche findet eine Suppenküche für Kinder und ältere Bewohner statt. Außerdem kümmern sich Stefan Hippler und seine Mitarbeiter um die Aids-Prävention, sie bilden Fachpersonal aus, das HIV-Positive bei Ernährung und Medikamenteneinnahme unterstützt. So konnte in den letzten Jahren die HIV-Übertragungsrate von Müttern an ihre Babys deutlich gesenkt werden.

Zweimal in der Woche arbeitet eine Sozialarbeiterin in Blikkiesdorp und kümmert sich um die Belange der Einwohner, speziell die der Kinder. Sie identifiziert Kinder im Alter von 7 – 12 Jahren, die noch niemals eine Schule besucht haben, erledigt die notwendige Bürokratie, um diese Kinder in der Schule anzumelden und bereitet die Kinder auf die Schule vor, in dem sie ihnen die Farben, Zahlen, Buchstaben etc. lehrt.

Stefan Hippler erzählte, dass aufgrundund eines Feuers in der Siedlung zahlreiche Familien all ihr Hab und Gut verloren haben und die Kinder zum Beispiel auch über keinerlei Schulmaterial mehr verfügen. Daher bat er um Sachspenden wie nicht mehr benötigte Stifte, Lineale, Hefte, Schreibblöcke etc.. Diese können in der Schule im Foyer in einer Box deponiert werden oder bei Frau Hauer abgegeben werden, die sich dann um die Weiterleitung kümmert.

In seinem Vortrag vermittelte Pfarrer Hippler den Schülerinnen und Schülern, dass jeder von ihnen das Potential dazu habe, die Welt zu verändern und ein Stück besser zu machen. Dazu sei es aber wichtig, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken und zu verstehen, wie das Leben in anderen Teilen der Welt aussieht.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an Pfarrer Hippler für seinen Besuch und bis hoffentlich zum nächsten Jahr!

Weitere Informationen zu HOPE Cape Town unter: www.hopecapetown.com

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Das St.-Willibrord-Gymnasium ist stolz, Stefan Hippler und sein Projekt HOPE Cape Town auch in diesem Jahr wieder finanziell unterstützen zu können. Frau Hauer sowie Robin Hänsli von der SV nutzen den Besuch Pfarrer Hipplers, um ihm einen Scheck über 1769,15 € zu überreichen. Die Summe setzt sich zusammen aus Spenden aus der „Aktion Lebensläufe“ 2018 sowie des diesjährigen Abiturjahrgangs.

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